Der Artikel beschreibt nur die etwas arrogante Haltung der deutschen Medien, nur Korruption und Mitleid könnten eine solche deutsche Bewerbung geschlagen haben.
Das mit der Korruption schreiben die Medien doch gar nicht so arg. Das schreibe ich...

Es glaubt doch keiner, daß da die Bewerber geschniegelt an die Tür der Kommission klopfen und artig ihre Bewerbungsmappe mit Hochglanzfotos abgeben? Das das alles abläuft wie bei einer großen Konferenz? In einer großen Runde abgewägt und debattiert wird.
Diese ganze Entscheidungsfindung verschließt sich doch normalerweise Außenstehenden.
Da wird hinter den Kulissen geschoben, gekauft, verhandelt. Da werden die Strippen gezogen und die Entscheidungen beeinflußt.
Evtl. haben die Koreaner dem IOC mehr Zugeständnisse gemacht. Beim Sponsoring, bei Werbe- und Übertragungsrechten. Bei Einnhamen und Einflußmöglichkeiten. Beim großen Geld.
Die Deutschen waren evtl. dazu nicht bereit.
Vielleicht wollten die Bayern während der Olympiade auch schlichtweg nur ihr eigenes Bier verkaufen, was dem IOC nicht gepaßt hat. Da geht's schließlich um Millionen. Ist doch alles schon vorgekommen, gelle! Siehe z.B. Fußball-WM mit US-Sponsor Budweiser (Anheuser-Busch) in Deutschland. Oder sonstwas...
Die offizielle Bewerbung hätte nicht gereicht.. wer das in der heutigen Zeit noch als Entscheidungsgrund für solche globalen Veranstaltungen glaubt, den halte ich für relativ naiv.
Ist doch völlig egal, ob die da Stadien haben, die nötige Infrastruktur, die begeisterungsfähigen Fans...
Das eine wird aus dem Boden gestampft - egal ob in Korea oder Sotchi oder Afrika. Das andere notfalls einfach zwangsrekrutiert wie in China. Um rationale Entscheidungen
für den Sport geht's da doch nicht mehr.