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Autor Thema: Olympische Spiele 2018  (Gelesen 16409 mal)
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Baustein
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« Antwort #165 am: 11.07.2011 um 10:19:31 »

Ein sehr hübscher Artikel, zeigt den blinden Fleck, den die meisten Berichterstatter bei der Betrachtung dieser Vergabe haben...Danke für diesen Link!

eine kleine Anmerkung hätte ich trotzdem: Zwar ist Südkorea keine Diktatur, trotzdem gibt es dort einige Gesetze, die für regierungskritische Äußerungen Strafen bis hin zur Todesstrafe vorsehen. Von daher sollten die Spiele ähnlich wie die in China von kritischer Berichterstattung dahingehend begleitet werden.
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« Antwort #166 am: 11.07.2011 um 11:55:57 »

Hmm, ich bin von dem Artikel nicht so begeistert. Da wird Kritik an der Vergabe, die ich eher nicht als pauschal angesehen habe, mal einfach pauschal als "Beleidigte-Leberwurst-Gerede" abgetan und kritisiert. Was soll das? Dass die Koreaner keine großen Wintersportfans sind ist ja keine Erfindung der bösen deutschen Medien, sondern das konnte jeder bei der Biathlon-WM mit eigenen Augen sehen. Dass das lange und großzügige Sponsoring des IOCs durch südkoreanische Firmen keine Rolle bei der Vergabe gespielt hat, will der Autor doch nicht ernsthaft behaupten? Natürlich funktioniert das genauso, wenn BMW mal ein paar Milliarden zu Gunsten einer deutschen Bewerbung springen lässt, so ist nunmal das Geschäft, aber das wird doch ein Journalist wohl noch kritisieren dürfen.
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« Antwort #167 am: 11.07.2011 um 12:32:00 »

Ich kann jetzt dem Artikel auch nicht so viel abgewinnen. Wer ist der Blogger "eo"? Evtl. einer, der die Deutschen nicht mag? Klingt für mich so.

Glaubt er allen ernstes, alle Deutschen seien sauer und hätten keinen "Sportsgeist"? Natürlich sind viele enttäuscht.

Wenn er allen ernstes glaubt, daß sich hier der Bessere durchgesetzt hat und die deutsche Großmacht jetzt beleidigte Leberwurst spielt, ist das genauso dümmlich wie das, was er an der ganzen Reaktion beklagt.

In meinen Augen hat das eine NOK einfach besser das korrupte IOC geschmiert als das andere. Fertig aus.
Oder glaubt noch jemand, es würde bei solch einer wichtigen Entscheidung mit rechten Dingen zugehen?
Da ist das IOC nicht anders als die Fifa.
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« Antwort #168 am: 11.07.2011 um 13:33:36 »

Viele Reaktionen haben mir schon den Eindruck vermittelt, als sei die Bewerbung Münchens die klar bessere gewesen, als habe man unter normalen Umständen gar nicht verlieren können. Und das sehe ich definitiv nicht so. Es gab gute Argumente für München es gab gute Argumente für Pyeongchang. Die (derzeit noch) mangelnde Wintersportbegeisterung in Südkorea kann ich im übrigen nicht als Argument gegen Pyeongchang gelten lassen. Denn wenn das ein Kriterium sein sollte, müsste man es ganz klar so formulieren, die entsprechenden Konsequenzen ziehen und sagen: Winterspiele werden nur noch nach Europa und Nordamerika gegeben.
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Jensi
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« Antwort #169 am: 11.07.2011 um 14:06:12 »

Wieso darf mangelnde Wintersportbegeisterung nicht als Argument gelten? Dann kann man genauso sagen, dass es kein Argument sein kann, wenn sich eine Stadt schon mehrfach beworben hat, weil eine Nicht-Eignung von z.B. Kinshasa für Winterspiele ändert sich nicht dadurch, dass die sich zehnmal bewerben. Genauso finde ich das Argument, dass die Winterspiele mal auf jedem Kontinent stattfinden sollten nicht wirklich schlagend, weil in Afrika oder Australien werden die ziemlich sicher nie stattfinden. Also, welche Argumente gelten denn und welche nicht und wer entscheidet das? Ganz einfach, das IOC entscheidet das und zwar relativ willkürlich bzw. objektiv nur sehr schwer nachvollziehbar. Wenn Journalisten meinen, einen objektiveren Bewertungsmaßstab zu haben und nach dem dann München vorne liegt ist es doch ok, wenn sie das schreiben.

Säße ich im IOC und müsste über die Vergabe entscheiden, würde ich Winterspiele in der Tat in den nächsten Jahrzehnten nur nach Europa und Nordamerika vergeben, ganz gleich ob die schon zigmal solche Spiele hatten und irgendwer woanders noch nicht. Es ist nunmal so, dass Wintersport nur in einem kleinen Teil der Welt intensiv betrieben und verfolgt wird und auf diesen Teil würde ich mich konzentrieren. Ich denke nämlich ehrlich gesagt nicht, dass plötzlich alle Asiaten wild aufs Skifahren werden, nur weil olympische Spiele auf ihrem Kontinent stattfinden. Aber da ist eine subjektive Sicht und im IOC entscheidet auch jeder subjektiv.
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« Antwort #170 am: 11.07.2011 um 15:38:24 »

In Südkorea und Asien allgemein gibt es sehr wohl eine große Wintersport-Kultur!
Viele vergessen, dass Wintersport nicht nur Ski ist. In Asien werden Eis-Wettbewerbe wie Short Track, Eisschnelllauf und Eiskunstlauf sehr groß geschrieben - teilweise größer als in Europa! Zudem ist man auch in Trendsportarten führend.
Und das andere kommt sicherlich noch.
Dann dürfte Norwegen die Winterspiele nie bekommen, weil sie keine Bob&Rodel-Tradition haben, ist ja auch Wintersport.

Generell sollte man Pyeongchang nicht allzu kritisch sehen. Was haben die damals für das Wetter gekonnt? Normalerweise ist das Gebiet sehr schneesicher!
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« Antwort #171 am: 11.07.2011 um 15:45:37 »

In Südkorea und Asien allgemein gibt es sehr wohl eine große Wintersport-Kultur!
Viele vergessen, dass Wintersport nicht nur Ski ist. In Asien werden Eis-Wettbewerbe wie Short Track, Eisschnelllauf und Eiskunstlauf sehr groß geschrieben - teilweise größer als in Europa! Zudem ist man auch in Trendsportarten führend.
Und das andere kommt sicherlich noch.
Dann dürfte Norwegen die Winterspiele nie bekommen, weil sie keine Bob&Rodel-Tradition haben, ist ja auch Wintersport.

Generell sollte man Pyeongchang nicht allzu kritisch sehen. Was haben die damals für das Wetter gekonnt? Normalerweise ist das Gebiet sehr schneesicher!

Danke, das wollte ich auch gerade schreiben.
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« Antwort #172 am: 11.07.2011 um 15:47:12 »

Wobei das mit der Wintersportbegeisterung auch immer relativ ist. Beim Shorttrack wird da wahrscheinlich die Hölle los sein  Wink
Auch andere Sportarten (meist natürlich, die wo sie auch erfolge haben/hatten), wie Eiskunstlauf, Eisschnellauf etc werden dort sicherlich begeistert erwartet. Auch die Snowboard-WM dort war doch durchaus ein Erfolg oder?
Viele Sportarten, die hier viel mehr im Fokus stehen, sind da natürlich nicht ganz so angesagt.

Dennoch ist es absoluter Quatsch, wenn einige das mit der Vergabe der Fußball-WM nach Katar vergleichen.

Die Enttäuschung finde ich aber auch nachvollziehbar und, wenn man meint, dass man sich selber nichts vorwerfen kann, dann werden halt woanders die Gründe für das Scheitern gesucht.
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« Antwort #173 am: 11.07.2011 um 16:30:20 »

Wenn ich in internationale Medien schaue, dann sehe ich irgendwie gar nicht so große Empörung gegenüber dem IOC, egal ob in Großbritannien, Frankreich oder überm Atlantik. Der Guardian zB schreibt, dass die Münchner Bewerbung komplett auf "Back to the roots" ausgelegt war und damit genauso wie Pyeongchang viel über Gefühle machen wollte. Die Empörung scheint also recht auf Deutschland beschränkt zu sein - kein Wunder, wenn eine so große Werbekampagne gestartet wurde und immer wieder im Fernsehen zu hören war: "dann haben wir die Spiele ja so gut wie in der Tasche". Der Artikel beschreibt nur die etwas arrogante Haltung der deutschen Medien, nur Korruption und Mitleid könnten eine solche deutsche Bewerbung geschlagen haben.
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« Antwort #174 am: 11.07.2011 um 17:11:31 »

Der Artikel beschreibt nur die etwas arrogante Haltung der deutschen Medien, nur Korruption und Mitleid könnten eine solche deutsche Bewerbung geschlagen haben.
Das mit der Korruption schreiben die Medien doch gar nicht so arg. Das schreibe ich...  Wink
Es glaubt doch keiner, daß da die Bewerber geschniegelt an die Tür der Kommission klopfen und artig ihre Bewerbungsmappe mit Hochglanzfotos abgeben? Das das alles abläuft wie bei einer großen Konferenz? In einer großen Runde abgewägt und debattiert wird.

Diese ganze Entscheidungsfindung verschließt sich doch normalerweise Außenstehenden.

Da wird hinter den Kulissen geschoben, gekauft, verhandelt. Da werden die Strippen gezogen und die Entscheidungen beeinflußt.

Evtl. haben die Koreaner dem IOC mehr Zugeständnisse gemacht. Beim Sponsoring, bei Werbe- und Übertragungsrechten. Bei Einnhamen und Einflußmöglichkeiten. Beim großen Geld.
Die Deutschen waren evtl. dazu nicht bereit.

Vielleicht wollten die Bayern während der Olympiade auch schlichtweg nur ihr eigenes Bier verkaufen, was dem IOC nicht gepaßt hat. Da geht's schließlich um Millionen. Ist doch alles schon vorgekommen, gelle! Siehe z.B. Fußball-WM mit US-Sponsor Budweiser (Anheuser-Busch) in Deutschland. Oder sonstwas...

Die offizielle Bewerbung hätte nicht gereicht.. wer das in der heutigen Zeit noch als Entscheidungsgrund für solche globalen Veranstaltungen glaubt, den halte ich für relativ naiv.
Ist doch völlig egal, ob die da Stadien haben, die nötige Infrastruktur, die begeisterungsfähigen Fans...
Das eine wird aus dem Boden gestampft - egal ob in Korea oder Sotchi oder Afrika. Das andere notfalls einfach zwangsrekrutiert wie in China. Um rationale Entscheidungen für den Sport geht's da doch nicht mehr.

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« Antwort #175 am: 11.07.2011 um 17:57:32 »

Der Artikel beschreibt nur die etwas arrogante Haltung der deutschen Medien, nur Korruption und Mitleid könnten eine solche deutsche Bewerbung geschlagen haben.

Vielleicht habe ich ja nicht genug in den deutschen Medien gelesen, aber wo sind denn die Beispiele für deren Empörung und Arroganz? Und bitte nicht die BLÖD.
Dass das Medienecho hier anders ist, als in Ländern die sich nicht um die Spiele beworben haben dürfte doch wohl keinen verwundern, oder? Die deutschen Medien haben wohl auch anders über Englands Nichtberücksichtigung bei der Fußball-WM berichtet als die englischen.
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« Antwort #176 am: 02.12.2011 um 17:28:14 »

http://www.rp-online.de/sport/olympia-winter/deutschland/verzicht-auf-deutsche-olympiabewerbung-2022-1.2625287

So gut wie sicher keine Bewerbung für 2022!
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