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Autor Thema: Eisschnelllauf  (Gelesen 34411 mal)
0 Mitgliedern und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Äpplerin
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« Antwort #15 am: 04.07.2009 um 08:10:12 »

Wenn an der Sache was dran sein sollte ...

Interessiert das noch jemand Huh?

Ja, ich denke das interessert noch jemanden bzw. auch eine ganze Menge Menschen
interessiert das.

Wenn an der Sache was dran sein sollte ...

Selbst hier im Forum ist sie doch aufgrund dieser Mutmassungen schon für Schuldig befunden und verurteilt wurden.

Das ist völliger Quatsch, denn wenn Du die Posts mal liest, kannst Du eigentlich durch fast alle
Posts immer das Wörtchen "wenn" lesen.
Wir kennen alle jetzt erst die eine Seite - die der wohl positiven Dopingprobe, jetzt soll die
andere Seite (Claudia Pechstein) sich äußern und erst dann sollten wir alle uns eine Meinung
bilden können - und nicht immer hinterherschwätzen, was die Presse so von sich gibt.
"Papier" ist geduldig.

Ich wünsche mir sehr - auch wenn ich nie ein großer Freund von ihr bin/war - , dass sie unschuldig ist,
aber wenn sie tatsächlich des Dopings überführt wird/wurde, dann ist die Sperre von 2 Jahren natürlich
völlig legitim. Das fordern wir ja auch bei anderen Sportlern aus anderen Ländern!!!  Wink
Dass dies gleichzeitig das Karriereaus bedeutet, weiß Claudia Pechstein genauso gut, wie wir auch!
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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
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MarieK
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« Antwort #16 am: 04.07.2009 um 08:53:05 »

Wenn an der Sache was dran sein sollte ...

Interessiert das noch jemand Huh? Selbst hier im Forum ist sie doch aufgrund dieser Mutmassungen schon für Schuldig befunden und verurteilt wurden.

Eines ist am Fall Pechstein ja anders: es handelt sich offiziell nicht mehr um einen Verdachtsfall - sonst hätte man wohl nicht nach langwieriger Prüfung eine Sperre ausgesprochen. Aus diesem Grund sehe ich nicht ein, in die sonstige Rhetorik von "Mal abwarten, was die B-Probe sagt" einzusteigen. Was sie jetzt noch tun kann ist rechtlich gegen die neuen Definitionsart von Doping vorzugehen. Keine Ahnung ob das Erfolg haben könnte. Für sie selbst ist das sicher dumm gelaufen - aber prinzipiell scheint es mit der richtige Weg. Die Feststellung von Doping über positive Proben führte bisher doch eher  nur zu Zufallsfunden und verdeckt mehr als sie offenlegt - oder glaubt jemand daran, dass z.B. Dmitrij Jaroschenko nur letzte Saison gedopt war, nicht aber in der vor zwei Jahren, in der er mit Ole um den GWC gekämpft hat. Offensichtlich gibt es davon aber keine Proben.
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Markus
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« Antwort #17 am: 04.07.2009 um 09:54:51 »

Vollkommen richtig. Sie ist vom Verband nach langen Beratungen wegen Blutdopings gesperrt worden. Punkt. Von daher ist dieses "wenn da etwas dran sein sollte" fehl am Platze. Und die juristischen Bemühungen ihrerseits sind doch nur ein Reflex, denn man bei fast allen Dopingsündern erleben kann.

Anscheinend will die ISU hier eine Art Präzedenzfall schaffen, von daher hätte eine Verhandlung des Falls vor dem CAS eine grundsätzliche Bedeutung.
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Nina
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« Antwort #18 am: 04.07.2009 um 10:28:34 »

claudia pechstein ist morgen beim "aktuellen sportstudio" und will stellung beziehen.
bin mal gespannt,was sie zu sagen hat. Roll Eyes

Das werde ich mir auf jeden Fall angucken. Mal sehen was sie zu der ganzen Sache sagt.


Die DESG jedenfalls steht zu Claudia Pechstein:

Sowohl Pechstein als auch die DESG werden gegen die Sperre Berufung vor dem CAS einlegen. Die DESG steht an der Seite der Athletin und geht bis zur rechtskräftigen Verurteilung von ihrer Unschuld aus.

Quelle:http://www.desg.de/?p=1971
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Thophi
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« Antwort #19 am: 04.07.2009 um 12:30:25 »

Irgendwie ist es einerseits ein Schock, andererseits habe ich nur auf so was gewartet, weil ich mich immer gefragt habe, warum ausgerecht Eisschnelllauf so blütenweiß sein soll. Vielleicht wachen jetzt dort die Verantwortlichen auch mal auf.
« Letzte Änderung: 04.07.2009 um 12:33:03 von Thophi » Gespeichert

Kiks
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« Antwort #20 am: 04.07.2009 um 13:00:15 »

Aber angeblich gibt es doch keine positveDopingprobe? gestern in den Sportnachrichten sagte Norbert König, dass es keine pos. Probe gäbe, sondern nur erhöhteWerte. Wie haben sie die denn dann festgestellt? nicht durch die Probe? und wenn die Werte den Schwellenwert überschrieten, gibts doch erstmal ne Schutzsperre... Huh?

Versteh ich alles nicht ganz...
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« Antwort #21 am: 04.07.2009 um 15:28:04 »

Stellungnahme Claudia Pechsteins auf ihrer Homepage
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« Antwort #22 am: 04.07.2009 um 15:58:37 »


is ja ziemlich lang.jeder kann jetzt davon halten was er will.
ich finde es gut,daß sie sich den vorwürfen stellt und nicht wie andere,jeden kommentar verweigert,oder sogar erwägt, die staatsbürgerschaft abzulegen,wie ein herr klöden. Roll Eyes
na ja,jeder muß halt wissen,was er tut.sind ja alle erwachsen. Wink
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Thophi
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« Antwort #23 am: 04.07.2009 um 16:04:07 »

Hier noch das ISU-Statement

Heute abend beim ASS will sie auch Rede und Antwort stehen.

Bin mal gespannt ob sie sich besser schlägt als ein gewisser Radfahrer. Zur Not wird halt auf die Tränendrüse gedrückt.
« Letzte Änderung: 04.07.2009 um 16:23:14 von Thophi » Gespeichert

Wondi
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« Antwort #24 am: 04.07.2009 um 17:15:11 »


Hm, ich habs jetzt auch durchgelesen. Schwierig, schwierig.... ich weiß nicht wie ich das beurteilen soll. Bin ein bisschen unentschlossen, weil es ja tatsächlich keine einzige positive Dopingprobe gibt. Ich denke, ich werde auch mal ins ASS reinschalten.
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Jensi
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« Antwort #25 am: 04.07.2009 um 17:52:39 »

Also mal ehrlich: wer sich auf so einen zwielichtigen Kuhhandel einlässt und die Öffentlichkeit wochenlang belügt erweckt bei mir nicht gerade viel Vertrauen... Und allein solch ein Angebot des Verbandes lässt bei mir erhebliche Zweifel an dessen Anit-Doping-Politik aufkommen, was eine gute Erklärung dafür wäre, dass es im Eisschnelllauf quasi nie Dopingfälle gab, und das bei einer Sportart wo es extrem auf Kraftausdauer ankommt.

Bin mal gespannt ob sie sich besser schlägt als ein gewisser Radfahrer. Zur Not wird halt auf die Tränendrüse gedrückt.

Auf die Tränendrüse wird auf jeden Fall gedrückt, die Frau heult schließlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und wahrscheinlich bekommt sie auch noch Rückendeckung von den Medien. Schließlich kann unsere Gold-Claudia doch nicht gedopt sein (bei Ullrichs erster Dopingsperre hieß es ja schließlich auch erstmal, dass solch eine menschliche Schwäche ja mal vorkommen kann, hat länger gedauert, dass er vom Engel zum Satan gemacht wurde...).
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Markus
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« Antwort #26 am: 04.07.2009 um 19:29:11 »

Eine, meiner Meinung nach recht gute, Zusammenfassung der Fakten findet man bei Spiegel Online http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,634337,00.html

Ein Fakt ist dabei für mich recht entscheidend: Hätten die auffälligen Blutwerte eine natürliche Ursache, dann hätten sie doch früher schon einmal auffallen müssen. Dass jedoch die Werte gerade in dem Moment auffällig werden, wo auch Pechsteins Leistungskurve steil nach oben ging, ist schon mehr als verdächtig.
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« Antwort #27 am: 04.07.2009 um 19:34:14 »

Der Knackpunkt ist ja dieser Satz: Und das, obwohl vom Gericht bestellte wissenschaftliche Gutachter die Meinung vertreten haben, aufgrund eines erhöhten Retikulozytenwertes könne kein verlässlicher Dopingnachweis geführt werden. Mögliche Ursachen könnten z. B. auch in einer Krankheit oder Anamolie des Blutes liegen.


Ich frage mich, bei wem jetzt juristisch die Beweislast liegt: muss Pechstein nachweisen, dass eine von beiden Varianten bei ihr vorliegen oder muss die ISU beweisen, dass die erhöhten Werte eindeutig auf Doping zurückzuführen sind?
Wenn Pechstein Berufung einlegt und vor das CAS zieht, dann müsste ja eigentlich sie diese Beweise erbringen.

Ehrlich gesagt erscheint mir wenig glaubhaft, dass so viele Leistungssportler von ominösen Krankheiten befallen sind...
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Nina
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« Antwort #28 am: 04.07.2009 um 21:26:14 »


Hm, ich habs jetzt auch durchgelesen. Schwierig, schwierig.... ich weiß nicht wie ich das beurteilen soll. Bin ein bisschen unentschlossen, weil es ja tatsächlich keine einzige positive Dopingprobe gibt. Ich denke, ich werde auch mal ins ASS reinschalten.

Ich hab mir das auch grade mal durchgelesen. Und ehrlich gesagt hört sich das mMn alles ziehmlich glaubwürdig an. Ich hoffe nur, dass es das auch wirklich ist. 
Kann man nur abwarten was bei der Verhandlung vor dem CAS rauskommt, vlt kann sie sich ja doch noch ihren Traum von einer 10. Olympiamedaille erfüllen.
Aber egal wie das Urteil ausfallen wird, seit gestern steht für immer ein großes Fragezeichen hinter der Karriere von Claudia Pechstein.
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« Antwort #29 am: 04.07.2009 um 23:52:19 »

Pechsteins Auftritt im Sportstudio konnte mich nicht ganz überzeugen. Rein sachlich gesehen stellt sich mir vor allem folgende Frage: Wenn sie seit Februar schon von der Werten wusste, warum hat sie dann nichts unternommen, um den Befund zu klären? Das konnte sie nicht überzeugend erklären. Und das Urteil des anwesenden Mediziners, der eine natürliche Ursache für einen solch erhöhten Wert ausschloss, klang schon recht eindeutig.

Sollte es allerdings wahr sein, dass die ISU ihr diesen Kuhhandel "Tritt zurück, dann lassen wir die Sache fallen" vorgeschlagen hat, dann wirft das ein denkbar schlechtes Licht auf den Verband und macht ihn nicht glaubwürdiger.

Zusammenfassend kann man sagen: Entweder ist Pechstein tatsächlich unschuldig - oder eine eiskalte Lügnerin.
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