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Autor Thema: Eishockey 2009/2010  (Gelesen 6650 mal)
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Wölffel
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« Antwort #90 am: 02.07.2010 um 00:17:05 »

Den Kassel Huskies wurde die Lizenz auch entzogen, Hannover, Köln und ein paar weitere Klubs sind auch noch nicht durch - soll die DEL mit 8 Vereinen spielen, wenn das so weitergeht? Daumen runter

Man kann auch sagen das bei einer Sportart endlich mal die Vereine bestraft werden für das Misshandeln einiger Personen!
Ist zwar schade für Fans usw., aber eigentlich ist es die richtige Entscheidung.  Daumen hoch Es sollten sich andere Sportarten das mal abschauen, aber dann auch in allen Ländern.
(Und das sage ich als Hansa Fan, dessen Verein die Lizenz eigentlich meiner Meinung auch nicht kriegen dürfte für die 3.Liga...)
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« Antwort #91 am: 02.07.2010 um 07:48:44 »

Den Kassel Huskies wurde die Lizenz auch entzogen, Hannover, Köln und ein paar weitere Klubs sind auch noch nicht durch - soll die DEL mit 8 Vereinen spielen, wenn das so weitergeht? Daumen runter

Im Zweifel ja, denn warum sollten Vereine durchgeschleppt werden, die
einfach nicht die nötige Kohle vorweisen können? So werden auch
Vereine im prinzip "gerettet", sie verschulden sich nicht weiter etc.
Find ich eigentlich ganz gut.

Und überlege, wieviele Erstligisten im Fussball dann noch spielen würden,
wenn man sagen würde: Mehr als - sagen wir mal - 2 Mio Euro Schulden
darfst Du am 01.07. nicht haben, sonst spielst Du wieder 5. Liga! Wink
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« Antwort #92 am: 02.07.2010 um 08:08:03 »

Und überlege, wieviele Erstligisten im Fussball dann noch spielen würden,
wenn man sagen würde: Mehr als - sagen wir mal - 2 Mio Euro Schulden
darfst Du am 01.07. nicht haben, sonst spielst Du wieder 5. Liga! Wink

Was viele bei dieser Diskussion mMn immer übersehen, ist die Tatsache, dass die absolute Höhe der Schulden nicht entscheidend ist. Vielmehr ist die Liquidität der springende Punkt. Wenn ein Verein 300 Mio. Euro Schulden hat, die Einnahmen aber so hoch sind, dass nach Abzug von Zinsen und Tilgung noch genügend Mittel für die laufenden Kosten übrig sind, dann ist das ja kein Problem. Wenn ein anderer Verein mit 500.000 Euro Schulden Gehälter und Mieten nicht mehr zahlen kann, dann schon.

Deswegen zieht das oft gehörte Argument "andere Verein haben noch viel mehr Schulden" nicht.
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« Antwort #93 am: 02.07.2010 um 09:24:34 »

Wenn ein anderer Verein mit 500.000 Euro Schulden Gehälter und Mieten nicht mehr zahlen kann, dann schon.

Deshalb ist es ja okay, wenn rechtzeitig die Reißleine gezogen wird und
nicht erst, wenn riesen-Summen an Verbindlichkeiten offen sind.
So leid es mir tut für den Frankfurter Eishockeysport - es wäre nicht
das erste mal, dass in Frankfurt der Eishockeysport relativ schnell
von unten her wieder aufgerollt wird.
Vielleicht pilgern dann wieder 4000 Zuschauer zu Regionalligaspielen
in die Eissporthalle! Grin
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« Antwort #94 am: 22.07.2010 um 18:13:54 »

Zitat
Hannover droht Aus in der DEL

Meister Hannover Scorpions steht in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor dem Aus.
Eigentümer Günter Papenburg will kein Geld mehr in Sport-Aktivitäten stecken.
Das teilte Geschäftsführer Marco Stichnoth am Donnerstag in Hannover mit.
"Die Situation ist mehr als dramatisch", sagte Stichnoth.
Die Niedersachsen hatten die DEL-Lizenz für die kommende Saison nur unter Auflagen erhalten.
Sollte sich Papenburg zurückziehen und kein neuer Geldgeber gefunden werden, müssten sie die Lizenz zurückgeben.
Hintergrund von Papenburgs Rückzug ist der seit Jahren vergebliche Versuch, eine Betreibergesellschaft für die Arena zu gründen.
Momentan ist Papenburg alleiniger Betreiber der Halle.
Zuletzt hatte er Stadt und Land immer wieder aufgefordert, aktiv zu werden.
Hannover war im April erstmals deutscher Meister geworden.
Zuletzt hatten schon die Frankfurt Lions wegen Verbindlichkeiten von rund 4,4 Millionen Euro ihren Rückzug aus der DEL bekannt gegeben.

http://www.sport1.de/de/eishockey/eishockey_del/newspage_266333.html
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« Antwort #95 am: 22.07.2010 um 20:11:29 »

Das könnte ja eine mehr als übersichtliche DEL-Saison werden. Irgendwas scheint da doch grundsätzlich nicht zu stimmen, wenn gleich eine ganze Reihe von Clubs über die Wupper geht.
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« Antwort #96 am: 23.07.2010 um 07:50:38 »

Das könnte ja eine mehr als übersichtliche DEL-Saison werden. Irgendwas scheint da doch grundsätzlich nicht zu stimmen, wenn gleich eine ganze Reihe von Clubs über die Wupper geht.

nein, die arbeiten falsch. (hieß es zumindest bei den Fußballclubs  Wink )

Hab von Eishockey generell keine Ahnung, aber wenn dort auch Topvereine solche Schwierigkeiten haben, obwohl das Niveau ja auch überschaubar ist wundert mich das doch. Die Spiele werden teils ja sogar sehr gut besucht. Ein gewisses Interesse scheint also vorhanden.
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« Antwort #97 am: 23.07.2010 um 09:11:16 »

nein, die arbeiten falsch. (hieß es zumindest bei den Fußballclubs  Wink )

Ich würde eher sagen, dass die Fußballclubs einfach zu viele Sponsorengelder abgrasen und für alle Anderen kaum noch etwas übrig bleibt. Bayer z.B. hat doch auch sein Sponsoring für Basketball und Breitensport vor einem Jahr oder so ziemlich eingestampft und will nur noch den Fußballverein finanziell unterstützen, und das ist in der Wirtschaftskrise sicherlich kein Einzelfall. Ich interessiere mich zwar überhaupt nicht für Eishockey, aber sehe das eher als ein generelles Problem. Ich finde eine Sport-Monokultur einfach etwas schade, und die setzt sich leider in den letzten Jahren nach meinem Empfinden immer mehr durch. In den ganzen dritten Programmen hat man in den letzten Jahren die Fußballberichterstattung ausgeweitet und die Berichterstattung über andere Sportarten zurückgefahren, das Gleiche ist im Sportstudio des ZDFs der Fall. Da wundert es auch nicht, dass Sponsoren Investitionen lieber im Fußball als woanders tätigen.
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« Antwort #98 am: 23.07.2010 um 18:27:23 »

Du bist also kein Freund von Angebot und Nachfrage als entscheidende Kriterien?

Es spielen sehr viele Fußball. Es interessieren sich mit weitem Abstand die meisten für Fußball und so fließt auch mit weitem Abstand das meiste Geld dort hin. Ganz normale, logische Zusammenhänge. Weiß nicht, ob man da aktiv dagegen wirken muss?!

Zumal ich es nicht so sehe, dass sich die Stellung des Fußballs in den letzten Jahren extrem verändert hat. Klar der Fußball boomt weiter, auch angeschoben durch die WM 2006, aber der Fußball boomt eigentlich schon seit den frühen siebzigern...
Andere Sportarten haben es da natürlich schwer, aber das halte ich, wie gesagt, für normal und auch nicht unbedingt beklagenswert. Ich erhoffe mir zwar auch weiterhin möglichst breit informiert und mit Bildern versorgt zu werden, aber wenn mal eine gewisse Sportart leidet, dann sind es halt meist auch hausgemachte Probleme oder ganz normale Entwicklungen.
Gibt ja auch andere Sportarten, neben dem Fußball, die boomen. Gerade das Hauptthema von diesem Forum ist ein gutes Beispiel  Wink


Dass Sponsoren auch Athleten unterstützen, die es vielleicht schwerer haben ist wünschenswert, aber in der Regel verfolgt auch ein Sponsor Ziele und macht das nicht aus gutem Willen.
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« Antwort #99 am: 23.07.2010 um 18:34:50 »

Gibt ja auch andere Sportarten, neben dem Fußball, die boomen. Gerade das Hauptthema von diesem Forum ist ein gutes Beispiel  Wink

Geht zwar nicht um Eishockey passt aber gerade in eure Diskussion

Zitat
"Es fehlt nur der eine Spieler, der ganz oben steht, der Grand-Slam-Turniere gewinnen kann.
" Deshalb gebe es leider zu wenig Öffentlichkeit für den Sport, der nach Fußball immer noch die meisten Aktiven vorweisen kann.
"Biathlon wird im Fernsehen rauf und runter gezeigt.
Aber wer betreibt schon Biathlon?", fragt Stich provozierend.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,707905,00.html
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« Antwort #100 am: 23.07.2010 um 19:47:19 »

Es spielen sehr viele Fußball. Es interessieren sich mit weitem Abstand die meisten für Fußball und so fließt auch mit weitem Abstand das meiste Geld dort hin. Ganz normale, logische Zusammenhänge. Weiß nicht, ob man da aktiv dagegen wirken muss?!

Natürlich sind die Zusammenhänge ganz klar und logisch, bestreite ich das irgendwo? Huh? Oder schreibe ich irgendwo, dass man dagegen aktiv werden müsste?
Ich finde es nur etwas seltsam, wenn Fußballvereine anderen Sportarten vorwerfen, dass dort falsch gearbeitet wird. Den Fußballvereinen wird das Geld von den Sponsoren ganz von allein in den Hintern geblasen, während man in anderen Sportarten so gut arbeiten kann wie man will und dennoch keine Sponsoren findet. Das ist dann kein hausgemachtes Problem, sondern ein Problem das sich aus äußeren Umständen ergibt.
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« Antwort #101 am: 24.07.2010 um 07:08:07 »

Gut, dann hab ich das wohl in den falschen Hals bekommen. Klang für mich irgendwie vorwurfsvoll in Richtung der Medien und Sponsoren.

Dann solten wir (bzw die, die sich dafür interessieren  Wink ) sich jetzt wieder dem Eishockey widmen
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Wenn's mal wieder länger dauert...!




« Antwort #102 am: 24.07.2010 um 12:08:09 »

Laut EHN zieht sich Herr Papenburg zurück, nachdem es nicht gelungen ist, eine neue Betreibergesellschaft für die TUI-Arena zu gründen, deren Eigentümer er ist. Er wäre nicht mehr bereit, allein Kosten und Defizite zu tragen und wollte das Land Niedersachsen, die Stadt Hannover und die Messe AG und sich selber zu einer Führung zusammen schließen.
Und auch das Schiedsgericht der DEL hat den Lizenzentzug der Kassel Huskies bestätigt.
 
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