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Autor Thema: Antritts- und Siegprämien im Biathlon  (Gelesen 8912 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
twilight
Gast

« am: 26.12.2009 um 16:21:13 »

Moin,

habt ihr ne Anhnung, welchen Umsatz so ein Biathlet im Jahr macht? Okay, da gehören auch Sponsoren dazu ^^
Mit Ausnahme von kleinen Bröckchen find ich nichts darüber. (z.B. musste Iouriewa letzte Saison gut 60k€ an Siegprämien an die IBU zurückzahlen.) Dabei wäre die Entwicklung durchaus mal interessant.


lg
twilight
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« Antwort #1 am: 26.12.2009 um 17:18:26 »

Also für einen Sieg im normalen Weltcup gibts 10 000 € Preisgeld!

http://www.biathlon-online.de/content/view/56/25/

Zudem gibts natürlich noch Prämien bei WM und Olympia.
Und durch Werbeeinnahmen kommt natürlich nochmal ganz schön was drauf. Hab mal gelesen, dass Neuner im Jahr 2008 über 1 Mio € verdient hat!  Wink
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« Antwort #2 am: 26.12.2009 um 18:47:37 »

Aber der Verdienst kam zu größeren Teilen aus Sponsorengeldern.
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Jensi
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« Antwort #3 am: 26.12.2009 um 19:05:32 »

Prämien pro WC-Rennen sehen wie folgt aus:
1. Platz 10.000€
2. Platz  7.500€
3. Platz  5.000€
4. Platz  2.500€
5. Platz  2.000€
6. Platz  1.500€
7. Platz  1.000€
8. Platz    500€
9. Platz    300€
10. Platz  200€

Alles brutto, muss sowohl im Land wo der WC stattfindet als auch im Heimatland des Athleten versteuert werden, wenn die Hälfte übrig bleibt kann man also froh sein.
Für den GWC gibt es folgende Preisgelder:

1. Platz 25.000€
2. Platz 20.000€
3. Platz 15.000€
4. Platz 12.000€
5. Platz 10.000€
6. Platz  7.000€
7. Platz  6.000€
8. Platz  5.000€
9. Platz  4.000€
10. Platz 3.000€

Die deutsche Sporthilfe schüttet für WM-Medallen Prämien aus, 6.000€ für eine Goldmedaille, 4.500€ für eine Silbermedaille und 3.000€ für eine Bronzemedaille (kann auch leicht abweichen, habe ich jetzt aus dem Kopf aufgeschrieben). Allerdings gibt es die volle Prämie nur für die erste Medaille, für die zweite nur die Hälte (also für zweimal Gold gibt es 9.000€). Bei Plympia gibt es höhere Prämien, keine Ahnung wie genau die sind.
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twilight
Gast

« Antwort #4 am: 30.12.2009 um 21:14:08 »

mir sind grad die Siegprämien der Tour de Ski untergekommen ... (100.000 für den jeweiligen Gesamtsieger, 66k für den 2., dann 33k - dazu 6k für Tagessieger ...)
Kann es sein, dass da noch eine Art Ungleichgewicht herrscht? Die Einschaltquoten sind bei Biathlon mittlerweile erheblich höher. Und auch wenn man sich bspw in Oberhof anschaut, dass Karten für die Tour de Ski maximal 20€ kosten (gegen 40€ im Biathlon)

Im Moment kann ich es mir nur so erklären, dass die FIS einfach die weitaus größere Institution ist und daher bessere Verträge in Petto hat ... aber so richtig ausreichend ist das auch nicht ...

wie seht ihr das?

lg und n guten Rutsch =)
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Jensi
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« Antwort #5 am: 30.12.2009 um 21:17:37 »

Die Biathleten verdienen in der Tat am schlechtesten von allen Skisportathleten, was die Preisgelder angeht. Ist nicht wirklich gerechtfertigt, weil sie im größten Markt in dem man sich für Wintersport interessiert, also Deutschland, die besten Einschaltquoten haben.
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Nico
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« Antwort #6 am: 31.12.2009 um 00:36:14 »

Wo herrscht schon Gerechtigkeit?

Das ewige und nie endende Paradebeispiel ist Fußball und die dazugehörigen Gehälter der Spieler. Nur leider genießt Fußball mit Abstand die größte Lobby, was die Unmengen an Geldern erklärt.

Biathlon boomt doch "erst" seit den 90er und bis die Unmengen an Geld durch hohe Einschaltquoten etc. bis zu den "kleinen Leuten", also den Athleten durchdringen vergehen doch Ewigkeiten.
Zunächst einmal wird viel investiert um den Sport noch populärer zu machen, dann gibt's genügend Geld für die Funktionäre und irgendwann dann wird auch an die Athleten gedacht. So könnte ich mir das verhältnismäßig geringe Preisgeld im Gegensatz zu etablierten Sportarten wie Langlauf erklären.
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« Antwort #7 am: 31.12.2009 um 10:43:50 »

Schüttet denn die FIS mehr Preisgelder aus? Wusste gar nicht, dass die Langläufer mehr verdienen. Vielleicht sollte dann die IBU mal nachdenken, ihre Preisgelder aufzustocken. Im Tennis wird das schließlich jedes Jahr gemacht  Sad
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« Antwort #8 am: 31.12.2009 um 11:01:17 »

Vielleicht sollte dann die IBU mal nachdenken, ihre Preisgelder aufzustocken.

Geht doch nicht, der Mann mit Hut verbraucht das ganze Geld! Cool Grin
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Jensi
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« Antwort #9 am: 31.12.2009 um 14:34:48 »

Schüttet denn die FIS mehr Preisgelder aus? Wusste gar nicht, dass die Langläufer mehr verdienen.

Die FIS schüttet bei Einzelrennen den Langläufern in etwa gleich viel Geld aus wie die IBU, allerdings können die Langläufer bei TdS und WC-Finale ganz gut verdienen. Alpine oder Skispringer verdienen allerdings ganz erheblich mehr.
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« Antwort #10 am: 31.12.2009 um 17:34:43 »

Wo herrscht schon Gerechtigkeit?

Das ewige und nie endende Paradebeispiel ist Fußball und die dazugehörigen Gehälter der Spieler. Nur leider genießt Fußball mit Abstand die größte Lobby, was die Unmengen an Geldern erklärt.

Das Fußballer erheblich mehr verdienen ist durchaus verständlich, aber nicht Thema hier.

Beim Biathlon wird sich das sicherlich auch entwickeln, aber wie du schon sagst kommt das immer etwas verzögert unten an. (Andererseits würde man später auch noch profitieren, wenn Flaute einkehren sollte)
Dass Biathleten (noch) deutlich weniger verdienen liegt wohl daran, dass Langlauf viel traditionsreicher und auch lange Zeit als die Königsdisziplin des Wintersports galt (oder auch heute noch gilt). Zudem ist Biathlon in manchen Ländern noch sowas wie eine "Randsportart"
Biathlon wird allerdings zusehends attraktiver und erschließt auch neue Potentiale, was insbesondere für die Biathleten aus "kleinen Nationen" wichtig ist. Unsere im WC startenden verdienen sich zwar auch nicht alle eine goldene Nase, aber können mit Sponsoren etc wohl ziemlich gut über die Runden kommen.
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Äpplerin
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« Antwort #11 am: 31.12.2009 um 18:28:33 »

..., aber können mit Sponsoren etc wohl ziemlich gut über die Runden kommen.


Ich wollt schon sagen: "Am Hungertuch nagen sie noch nicht!"  Wink
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